1. Platz der Senioren

Österreichische Mannschaftsmeisterschaften der Senioren – wir waren nicht bloß dabei ….

Die Gründung:                 Die Freude war groß, als unser Präsident Michael Petz heuer sein OK zur Gründung einer Seniorenmannschaft gab. Viele von uns „Alten“ spielen regelmäßig und erfolgreich bei den Mid-Amateuren und sogar in der allgemeinen Klasse mit. Dass es aber nicht lustig ist, von den jungen Spielern bis zu 80m ausgedrived zu werden, ist auch klar. Daher freuten wir uns schon sehr darauf, uns in der entsprechenden Altersklasse mit ähnlich starken Gegnern zu matchen.

Corona-bedingt gab es heuer keine Qualifikation für neue Seniorenmannschaften und so wurde eine neue, 8. Division mit 4 Gruppen zu je 4 Mannschaften gegründet. Im Normalfall steigt der Gruppensieger auf, der Verlierer steigt ab und die restlichen beiden aus jeder Gruppe bleiben in dieser Division.

Corona 2021 – alles anders: Die 4 Gruppensieger steigen in die 7. Division auf und alle anderen Mannschaften steigen ab und müssen nächstes Jahr neu in die Qualifikation. Die 8. Division wird es nächstes Jahr nicht mehr geben. Die Taktik war somit klar: Mindestens 2 von 3 Spielen gewinnen. Aber gerade im Golf werden Wünsche nicht sehr oft wahr.
Unsere Gegner waren der GC St. Johann Alpendorf, der GC St. Pölten und der GC Walchsee-Moarhof.

Für alle, die sich mit dem Modus für Mannschaftsmeisterschaften nicht so gut auskennen:
Es spielen bei den Senioren an allen 3 Spieltagen 6 Spieler. Ein klassischer 4er und 4 Einzelspiele im Lochwettspiel. An jedem Tag gibt es für jedes dieser 5 Matches für einen Sieg 1 Punkt und für ein „all-square“ 0,5 Punkte. Das Tagesergebnis kann also entweder ein Sieg (min. 3 gewonnene Matches) sein, der 1 Gesamtpunkt bringt, oder ein Unentschieden (2 Siege und 1 Unentschieden), das 0,5 Gesamtpunkte bringt. Nach 3 Tagen werden die Punkte addiert und so der Gruppensieger ermittelt.

Am Donnerstag, 27. Juni fuhren wir zu unserem Austragungsort nach Oberrösterreich, dem GC Dilly in Windischgarsten. Und wie der Name schon vermuten ließ, war das Wetter wirklich windig und garstig. Der Regen schien unsere für 15:00 geplante Proberunde nicht zuzulassen. Um 17:00 besserte sich die Lage jedoch und wir konnten uns den Platz bei Turnierbedingungen nochmal ansehen. Die meisten von uns hatten in der Woche davor schon eine Runde zum Kennenlernen gespielt – gute Vorbereitung ist alles 😊.

Freitag, 28. Juni; Matchday 1:                   GC Liebenau   gegen   GC St. Johann Alpendorf
Gute Nachrichten: Unser erster Gegner kommt nicht. Freilos. 5:0 Sieg für Liebenau. Aber STOP: Schlechte Nachricht: Auch die anderen beiden Mannschaften werden gegen St. Johann ein Freilos mit 5:0 bekommen. Das bedeutet, dass wir nur 2x spielen werden und beide Spiele gewinnen müssen, um aufzusteigen. Bei 3 Spielen hätten vielleicht 2 Siege gereicht. Der Druck wurde also größer.

Der Tag wurde genützt und trainiert, was das Zeug hielt. Am späten Nachmittag wurden dann sogar noch 9 Loch nachgelegt.

Unser Aufstellungsguru und mehrfacher Senioren-Meister, Mario Wendl, der vor allen Mannschaftsmeisterschaften genaue Analysen macht, welche Mannschaft wie aufstellt, war besonders gefordert, weil diesmal lauter neue Teams mit unbekannten Spielern am Start waren. Die Frage, wer also welche Spieler mit welchem WHI auf welche Position setzt, war ein Würfelpoker (den aber letztendlich wieder unser Mario gewinnen sollte).

Samstag, 29. Juni; Matchday 2:                GC Liebenau   gegen   GC St. Pölten

Die Nervosität war zu spüren, hatte doch St. Pölten am Vortag seine Gegner mit 5:0 vom Platz gefegt. Waren die wirklich so stark oder hatten die Gegner einen Horrortag? Die St. Pöltener WAREN stark.

Unser 4er startete mit Harald BISAIL und Ernst MORAK. Es wurde gutes Golf geboten und nach 9 Löchern waren wir 4 auf. Alles schien klar, aber spannend wurde es trotzdem, denn nach 12 Löchern war die komfortable Führung plötzlich auf 1 geschrumpft. Letztlich konnte das in den Vorjahren bei den Mid-Amateuren bereits gut zusammengespielte Duo BISAIL/MORAK dank ausgezeichnetem Spiel um und auf den Grüns die Löcher 15 und 16 gewinnen und somit einen 3 & 2 Sieg einfahren (3 auf bei nur mehr 2 zu spielenden Löchern).

Auf die 1. Position im Einzel hatte Mario einen Debutanten im Team gesetzt. Raimund FAUSTNER (7,8). Er hatte mit einem WHI 4,4 Spieler den zweitstärksten Gegner erwischt, gegen den er die ersten 5 Löcher ausgeglichen spielte und bis zu Loch 12 den Abstand auf 2 down halten konnte. Letztendlich war es aber wie so oft das kurze Spiel, das dem Gegner auf den Schlusslöchern besser gelang und weswegen sich Raimund mit 4 & 3 geschlagen geben musste. Gegen einen so starken Gegner eine beachtliche Leistung. Somit stand es 1:1 und alles war offen.

Wie erhofft, hatten die Gegner ihre stärksten Spieler auf die 2 und 3 gesetzt und somit traf unser stärkster Spieler, Mario Wendl (4,3) auf deren (4,3). Da war alles möglich und es wurde, wie erwartet, ein spannendes und hochkarätiges Match. Mario war während des gesamten Matches nie im Hintertreffen und führte meist mit 1 oder 2 auf. Wie so viele zuvor scheiterte auch dieser Gegenspieler an Mario WENDL, der einerseits kaum Fehler im langen Spiel machte und andererseits dem Gegner mit exzellentes Kurzspiel den Nerv zog. Sein Spiel bescherte uns schließlich mit einem 3 & 2 Sieg den wichtigen 2. Siegespunkt. Stand nach den ersten 3 Partien: 2 zu 1 für Liebenau.

Am Ende von Grün 16, einem Par 3 mit 210m, warteten die fertigen Partien mit Spannung auf die beiden fehlenden Matches, von denen nur mehr eine Partie für den Tagessieg notwendig war.

Auf Position 3 kam unser zweiter Debütant, Gerald KLEINBURGER, auf die 16. Er hatte als WHI 9,6 Spieler mit einem 15,7er Gegner einen vermeintlich leichteren Gegner, der sich aber als viel stärker herausstellte, als sein HCP aussagte. Und so war die Partie ein ständiger Kampf, den der Gegner bis zum 12. Loch mit 2 auf anführte. Die 15 brachte den wichtigen Lochgewinn für uns und Gerald war nur mehr 1 down. Um dieses wichtige Spiel nicht zu stören, blieben wir beim 16 Grün und begleiteten Gerald nicht bis zur 18, um ihn nicht nervös zu machen.

Nun kam der letzte Spieler zu Tee 16. Dietmar BISCHOF (9,7), ein alter Hase im Team, der einen 7,2 HCP Spieler als Gegner hatte. Dieses Match sollte sich zu einem Thriller entwickeln: Der Gegner bot hochkarätiges Golf und spielte auf den ersten 5 Löchern gleich mal 3 Birdies. Unser Didi hielt dem Druck aber stand und konnte mit 2 Birdies kontern und den Spielstand auf 1 down halten. Nach 9 Löchern lagen die beiden all square. Die 10 und 11 konnte der Gegner für sich entscheiden. Dietmar konterte mit Lochgewinnen auf der 12 und 13. Leider hatte der Gegner die 14 und 15 für sich entschieden und Dietmar kam mit 2 down auf die 16. Ein nach links verzogener Teeshot, gefolgt von einem zu wenig präzisen Pitch sorgten für eine Niederlage mit 3 & 2. Der Gegner hatte wirklich einen Traumtag und ging als HCP 15,7 Spieler nach 16 Löchern mit einem Gesamtscore von +6 ins Clubhaus! Mit so einem Resultat zu verlieren, ist bitter und sicher keine Schande! Bravo Didi!

Alle Spieler waren bei der 16 durch. Es stand insgesamt 2:2 und Gerald KLEINBURGER war der einzige noch Spielende. Wir rasten von der 16 zum 18. Grün. Es war ein Herzschlagfinale, denn Gerald hatte auf den letzten beiden Löchern den Rückstand ausgleichen können und war mit all square unterwegs zur 18. Er hatte nun den vollen Druck, denn er wusste über den Spielstand Bescheid und ihm war klar, dass er zumindest ein Unentschieden erreichen musste, um den sicheren Abstieg zu vermeiden. Die ideale Voraussetzung für ein 18. Loch, auf dem ein perfekter Abschlag gelingen muss, um mit dem 2. Schlag das Inselgrün mit Out hinter dem Grün, sicher erreichen zu können.
Und dann machte sich seine Matchvorbereitung bezahlt. Er war in den Wochen vor dem Turnier fast jeden Tag auf der Range, fuhr am Dienstag zum Trainieren auf den Matchplatz nach Oberösterreich und bereitete sich gründlich auf sein Debut vor. Fazit: Lochgewinn auf der 18. Der wichtige 3. Punkt. Tagessieg mit 3:2 gegen St. Pölten. Bravo Gerald und Bravo Team Liebenau!!!

Sonntag, 29. Juni; Matchday 3:                GC Liebenau   gegen   GC Walchsee-Moarhof

Letzter Spieltag. Die Ausgangssituation:                              Moarhof war mit der Niederlage von 0:5 gegen St. Pölten aus dem Rennen. St. Pölten hatte 1 Sieg, 1 Niederlage und am letzten Tag das Freilos, also insgesamt 2 Punkte, Liebenau mit Freilos ebenfalls 2 Punkte aber noch ein Spiel, das Punkte bringen konnte. Für das Spiel gegen Moarhof würde also ein Unentschieden mit 0,5 Punkten für den Aufstieg reichen. Bei einer Niederlage würden die besseren Ergebnisse und direkten Partien über den Aufstieg entscheiden. Nervenchaos und Rechnereien, was passiert, wenn….

Am Tag davor gab es wieder den Aufstellungspoker. Diesmal bekam Ernst MORAK im 4er Dietmar BISCHOF als Partner. Die beiden hatten schon bei den Mid-Amateuren erfolgreich im 4er zusammen gespielt und das sollte sich als gute Entscheidung erweisen.

Auf der 1 wieder Raimund FAUSTNER, auf der 2 Mario WENDL und auf der 3 diesmal Harald BISAIL. Da unser Matchwinner Gerald KLEINBURGER auch Profimusiker ist und am Sonntag ein Konzert hatte, kam am letzten Tag unser 3. Debütant Michael KAINZ (13,8) auf Position 4 zum Einsatz.

Spielbeginn:                       Der 4er schien ausgeglichen. MORAK 13,8 und BISCHOF 9,7 gegen WHI 11,5 und 11,7. Die Gegner waren jedoch deutlich schwächer als jene vom Vortag und rasch gingen wir in Führung. Gleich wie gegen St. Pölten war das Ergebnis nach 9 Löchern 4 auf für Liebenau. Diesmal wurde aber nicht geschwächelt und wir konnten mit einem schmeichelnden 6 & 5 den ersten Punkt einfahren.

Auch Raimund FAUSTNER tat sich gegen den um nur 0,2 WHI-Punkte besseren Gegner leichter und das Spiel entwickelte sich zu einem Krimi. Ein ständiges Auf und Ab. Meist lag Raimund in Führung und hatte den Gegner gut im Griff. Nach 15 gespielten Löchern lag Raimund Dormie (3 auf bei nur mehr 3 zu spielenden Löchern). Die Sache schien gelaufen. Aber da bekam sein Gegenspieler Hilfe in Form eines Caddies. Ab da war der Wurm drinnen und der Gegner konnte doch tatsächlich alle 3 verbleibenden Löcher gewinnen. Auf Loch 18 schüttelten sich die beiden Kontrahenten mit einem all square die Hände und statt dem sicher scheinenden vollen Punkt lag nur mehr ein halber Punkt auf dem Konto der Liebenauer. 1,5 zu 0,5. Mal sehen, was die restlichen 3 Einzelspiele bringen …

Im 3 Match, in dem Mario WENDL auf einen 6,6er Spieler traf, spielten sich Dramen ab, die zeigten, wie gnadenlos Golf sein kann. Nach 9 Löchern lag WENDL 8 auf!!! Der Gegner (mit WHI 6,6 eigentlich ein sehr guter Spieler, der einen ganz schlechten Tag hatte, während unser Mario einfach keine Fehler machte und wie immer im kurzen Spiel eine Macht war) war verzweifelt und Mario begann gegen Ende der ersten 9 Löcher sogar sein Spiel umzustellen, um es dem Gegner zu ermöglichen, noch ein paar Löcher weiterzuspielen und nicht deklassiert zu werden. Letztendlich half aber alles nichts und das Match endete mit einem vernichtenden 8 & 6, das der bemitleidenswerte Gegner wohl nicht so schnell vergessen wird.

2,5 zu 0,5 Punkte. Damit war eigentlich schon alles gelaufen, denn wir hatten schon nach den ersten 3 Partien das erforderliche Unentschieden, das uns im Gesamtscore mit 2,5 Punkten zum Gruppensieger machte. Das wussten aber die nachkommenden 2 Partien nicht.

Harald BISAIL (6,3) lieferte sich mit seinem 7,2er Gegner lange Zeit ein Match auf Augenhöhe. Aber es war eines jener verflixten Matches, in denen gute Abschläge doch noch im first cut oder hinter einem Baum landen, in dem sich Chips verspringen, Bälle an der Bunkerkante kaum spielbar sind und in denen viele Putts die Lochkante rasieren oder 1cm daneben liegen bleiben. Wir alle kennen solche Runden und das Endergebnis von 4 & 3 hätte mit ein wenig mehr Hilfe von Fortuna ganz anders aussehen können. Wie dem auch sei: 2,5 zu 1,5 für Liebenau vor dem letzten Match.

Und das gehörte eindeutig unserem Neuzugang bei den Senioren. Um es kurz zu machen: Unser Longhitter Michael KAINZ (13,8) zeigte seinem Gegner (8,8) auf gut steirisch, wo „der Bartl den Most herholt“ (Dabei ist unser Michael ein Gin-Produzent und hat mit Most gar nichts am Hut 😊).

Michael machte kurzen Prozess mit seinem Gegner und nach nur 14 Löchern war das Match mit einem haushohen 6 & 4 entschieden. Der Sieg war hochverdient und das Ergebnis war nicht durch eine schwache Leistung des Gegners, sondern durch ein fast fehlerfreies Spiel Michaels zustande gekommen. Was für ein Einstand bei seinem Debut in der Mannschaft!

Endstand: 3,5 zu 1,5 für den Tag und mit 3 Tagessiegen und 3 Punkten war der GC Liebenau Gruppensieger vor St. Pölten (2 Punkte) und Moarhof (1 Punkt). AUFSTIEG GESCHAFFT.

Was gibt es schöneres, als bei der Siegerehrung den Pokal und die Medaillen entgegenzunehmen und sich auf die kommende Saison in der nächsthöheren Division freuen zu dürfen.

Mein Dank als Kapitän der Seniorenmannschaft ergeht an viele Beteiligte:

Ich bin stolz, euer Captain zu sein und freue mich schon auf viele weiter Mannschaftsmeisterschaften mit euch.

                                                                                                                                                                       Ernst Morak

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